Eine ganz besondere Auszeichnung habe ich erhalten, den
Europäischen Kompositionspreis 2011
Am 15. Oktober habe ich von der Europäischen Kulturstiftung Pro Europa den „Europäischen Preis
für Orgelkunst und Komposition“ in Baden-Baden verliehen bekommen. Damit würdigt sie meine kompositorischen und
technischen Neuerungen in der mechanischen Musik. Seit vielen Jahren
beschäftige ich mich mit mechanischer Musik. Das mag auf den ersten
Blick in Kontrast stehen zu meinen anderen Kompositionen und zum
Musikspielen schlechthin. Im 18. Jh. stand diese Musik noch in großem
ansehen, Kompositionen von Beethoven und Mozart zeugen davon. Im Laufe
des 19. Jhs. und der ersten Hälfte des 20. Jhs. ist diese Musik immer
weiter abgewertet worden. Ich möchte die Schönheit und die Reize dieser
Musik in meinen Werken wieder aufgreifen: Mechanisch heißt für mich
nicht seelenlos. Mechanisch bedeutet, virtuose Tonfolgen und präzise
Melodien auskosten zu können, mit ihnen spielen zu können.
Was klingt in mir, mit was schwinge ich mit? Was singt in
mir, in meinem Körper das Lied? Es ist ein Lied der Leichtigkeit. Meine
Musik möchte nicht schwer daherkommen. Mir ist es sogar ernst mit der
Leichtigkeit.
Die Leichtigkeit ist mir ein ernsthaftes Anliegen.
Was heißt Leichtigkeit in der Musik? Warum klingt
meine Musik so, wie sie klingt, und nicht anders? Diese Frage möchte ich mit
den Worten Mozarts beantworten. Er schrieb einmal in einem Brief:
"Warum die Werke aus meiner Hand diese besondere
Form und diesen Stil haben, die sie mozartisch machen und von den
Werken anderer Komponisten unterscheiden, hat wahrscheinlich dieselbe
Ursache, die meine Nase so groß oder so krumm, kurz, sie zu Mozarts
Nase machen, die sich von den Nasen anderer Leute unterscheidet. Denn ich
strenge mich nicht an, um originell zu sein, und es ist nicht mein
Ziel."
Diese Sätze kann ich auch für mich bestätigen.
Meine Musik verfolgt kein bestimmtes Ziel der Originalität wegen, sie möchte frei
und selbstverständlich sein – wie es vielleicht die eigene Nase ist oder
der eigene Atem. Sie möchte leicht klingen, aber nicht leichtfertig daherkommen,
sie möchte unterhaltsam sein, aber nicht flach.
In Melodien drücken sich Empfindungen aus. Ich
sammle sie, ich greife sie auf, ich spüre ihnen nach, ich gebe ihnen Ausdruck. Alle
Schattierungen von menschlichen Empfindungen finde ich in Melodien
ausgedrückt. Dass diese Musik ausgezeichnet wurde, freut mich sehr!
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Die Oswalt-Orgel auf CD
„AO“
Ich habe eine neue CD aufgenommen mit der Oswalt-Orgel und pünktlich zur Verleihung des Europäischen Kompositionspreises herausgebracht. Auf der CD finden sich ausschließlich eigene Kompositionen. Mit einer Ausnahme: Das berühmte C-Dur Präludium, das mit der Melodie von Gounod als „Ave Maria“ bekannt geworden ist, habe ich umkomponiert in „Eva Maria“. Wenn Sie neugierig sind: Auf meiner Homepage www.oswaltorgel.com findet sich ein kleiner musikalischer Ausschnitt, den Sie anhören können. Die CD können Sie gerne bei mir bestellen, sie kostet 15.- € plus 2.- € Versandkosten.
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Waldkircher Orgelstiftung
Die Oswalt-Orgel
Die größte jemals gebaute
Handdrehorgel ist nun fertig und hat sich schon in Konzerten der
Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Orgel verfügt erstmals über alle 58
Töne, die auch eine
Kirchenorgel besitzt. Den Zuhörer erreicht das komplette Akustikvolumen
über Pfeifen aus besonderem Material, deren neuartiges Klangspektrum
unter unter anderem asiatische und europäische Klänge mischt. Für
dieses große Projekt habe ich in Waldkirch starke Partner
gefunden. Gebaut wurde sie von der
international bekannten Meisterwerkstatt Jäger & Brommer. Die
Oswalt-Orgel ist im Besitz der gemeinnützigen Waldkircher
Orgelstiftung. Ich habe ein lebenslanges Spielrecht.
Mehr unter www.oswaltorgel.com
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Mit einem Soloprogramm auf Tournee durch die
Büchereien des Regierungspräsidiums Tübingen
"Peter und der Wolf"
von Sergej Prokofjew
Vom 19. bis zum 24. Oktober 2009
spielte
ich auf Einladung der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen
des Regierungspräsidiums Tübingen elf Aufführungen mit "Peter und der
Wolf" in Büchereien. Die Tournee führte mich von Reutlingen bis nach
Sigmaringen und Ulm. Die Musik von Prokofjew spielte ich auf 7
verschiedenen Instrumenten, erzählte die Geschichte und schlüpfte in
die einzelnen Figuren. Die Instrumente standen wie in der
Originalversion für die jeweiligen Figuren.
Ich habe noch nicht von einem Soloprogramm mit "Peter und der Wolf"
gehört, nun ist es da, und es funktioniert. Die Kinder wirken natürlich
mit bei dem Heulen des Wolfes, sie klatschen mit bei Peters Melodie und
ein Kind muss den Großvater stützen, weil er alleine nicht mehr so gut
gehen kann.
Wenn Sie sich für eine Aufführung interessieren und eine Referenz einholen wollen, können Sie sich an Frau Rita Mutschler von der Fachstelle für das Bibliothekswesen wenden. Ihre Telefonnummer: 07071/7573826.

Ich habe das musikalische Märchen im Anschluss an die Tournee noch
in einem Stuttgarter Altersheim gespielt. Auch dort gefiel es dem
Publikum, das um viele Jahrzehnte älter war als die Kinder. Die
Mitarbeiter meinten, das Stück sei durch seine Erzählweise sehr
geeignet für das Altersheim: Text und Musik und die gespielten Figuren
wechseln sich in einem langsamen Erzähltempo ab, so dass die älteren
Personen die Geschichte gut mitverfolgen können. So ist mein "Peter und
der Wolf" ein
Stück geworden für Kinder von 5 bis 105 Jahren.
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Moritatenwettbewerb im Deutschen
Musikautomatenmuseum Bruchsal
Ich bin 1. Preisträger im Moritatenwettbewerb
Das Deutsche Musikautomaten- museum im Bruchsaler Schloss wird in
diesem Jahr 25 Jahre alt. Deshalb gab es am letzten Juniwochenende ein
großes Fest im Schlosshof.
Höhepunkt war ein Moritatenwettbewerb an dem ich auch teil- genommen
habe. Begonnen habe ich meinen Beitrag mit einer Parodie auf das
bekannte
Sabinchen-Lied:
Sabine war so'n Frauenzimmer, war hübsch und monogam ...
Neben eigenen Moritaten trug ich auch die Brigitte B. Von Frank
Wedekind vor.
Ich versuche bei meinem Moritatenvortrag neue Wege zu gehen, mit
frischen Texten oder Melodien. Mein Ziel mit den Moritaten ist,
an eine alte Vortragskunst anzuknüpfen, und damit mein Publikum zu
unterhalten.
Die Jury hat diesen Ansatz gewürdigt und mir den ersten Preis
zuerkannt: Ihre Kriterien dafür waren Sprachwitz, Musikalität und
Bühnenpräsenz. Ich freue mich sehr, dass mein Ansatz, Moritaten
vorzutragen, von der Jury so gewürdigt worden ist.
Die Jury: Carsten Ramm, Intendant der Badischen Landesbühne; Ulrich
Hockenberger, Bürgermeister in Bruchsal; Dorothea Walter, Schweizer
Moritatensängerin.
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Phantastische Sagen, Gespenstergeschichten
und erotische Erzählungen aus China
Im chinesischen Teehaus
In meinem Programm mit
chineischen Erzählungen können die Zuschauer teilhaben an einer uns
fremden Lebenswelt: Die Geschichten erzählen Lebenswege durch die
verschiedenen Inkarnationen hindurch und führen uns in Geisterwelten
voller unerklärlicher Überraschungen. Wie sollen wir die Geschichten
verstehen? Ein alter buddhistischer Mönch gibt dazu in einer Erzählung
seine eigene Antwort: "Trugbilder gehen vom Menschen aus! Wie ein ein
alter Mönch das alles erklären!"
Musikalisch umrahmt werden die Erzählungen
von Zhenfang Zhang, einer chinesischen Musikerin, die in Stuttgart
lebt. Sie
spielt auf der Erhu (einer chinesischen Geige) und der Guzheng (eine
chinesische Harfe).
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Neue CD
„Drehorgel goes Jazz“
Irgendwann
entstand ein Bild für mich: die Drehorgel auf einer Bühne und um sie
herum eine Jazzband, die Musik flirrt und swingt und das Papierband im
Gehäuse der Drehorgel wirkt wie eine Startbahn, auf der die Klänge
abheben...
Nun ist sie da,die CD "Drehorgel goes Jazz". Dank der finanziellen
Hilfe der Waldkircher Orgelstiftung habe ich hervorragende Jazzmusiker
aus dem Stuttgarter Raum gewinnen können.Es spielen Martin Johnson am
Piano, Kurt Holzkämper am Bass, am Schlagzeug Christoph Sabadino und an
der Gitarre Peter Merz. Dazu musiziere ich auf einer 31er Drehorgel aus
der Waldkircher Meisterwerksatt Jäger & Brommer. Die Auswahl der
Stücke beginnt beim Ragtime und endet beim Jazzrock, ohne festes
Konzept, ein freies Fantasieren durch die verschiedenen Jazzstile. Viel
Vergnügen mit der Musik.
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Mit dem Goetheinstitut in China
Deutschlandpromende in Nanjing
Unter dem
Motto „Deutschland in China – Gemeinsam in Bewegung“ fand vom 19. bis
28. Oktober 2007 in Nanjing ein Musikfestival statt, welches vom
Goetheinstitut im Auftrag des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik
Deutschland organisiert wurde. Zusammen mit Wolfgang Brommer war ich
bei dieser Veranstaltung zehn Tage lang mit zwei malerischen Drehorgeln
aus der Meisterwerkstatt Jäger & Brommer zu hören und zu sehen. In
Kombination mit dem Festival gab es eine Ausstellung mit Pavillons
namhafter Deutscher Firmen wie Allianz, BASF und Siemens. Angeschlossen
war auch ein Biergarten, in dem deutsche Spezialitäten serviert wurden
vom einfachen Würstchen bis zur Schwarzwälder Kirschtorte.
Wir eröffneten
mit unseren Drehorgeln allabendlich das Programm auf der Hauptbühne.
Nicht nur der Klang der Drehorgel machte den Reiz unserer Vorführung
aus, sondern auch die Form der Darstellung, so erklang das Lied “Über
den Wolken“ in einer Fassung für Drehorgel, Gesang und Querflöte. Den
Radetzki-Marsch durfte das Publikum, von mir musikalisch angeleitet,
mit klatschen. Auch baten wir Mitspieler auf die Bühne um uns mit
Perkussionsinstrumenten und kleinen Pfeifchen zu begleiten. Auf einer
großen Leinwand konnte das Publikum das Geschehen auf der Bühne mit
verfolgen, denn auf dem großen Platz vor der Bühne versammelten sich
allabendlich mehrere Tausend begeisterte Zuhörer.
Desweiteren spielten wir zwei Auftritte im Pavillon des
Goetheinstitutes. Dabei konnten wir in die Geheimnisse unseres
Instruments einführen. Wir präsentierten dem Publikum die gelochten
Papierbänder, bevor die Musikrollen, in der Drehorgel eingespannt, die
Musik abspielten. Auf dem Festival waren alle Musikrichtungen von
Klassik über Jazz bis Rock vertreten. Am ersten Abend, der der Klassik
vorbehalten war, spielte ich zusammen mit dem Orchester der Unversität
Nanjing eine eigene Bearbeitung eines Hornquintetts von F.A.
Hoffmeister für Drehorgel und Orchester. Am letzten Abend trat die
Berliner Rock-Gruppe „Mia“ auf. Diese verwendet in ihrem Lied „Zirkus“
eine Drehorgel. Das Notenband dazu hatte ich hergestellt. Die Drehorgel
als Teil unserer Deutschen Kultur war also auf dem Festival vielseitig
vertreten und wir hoffen natürlich bei weiteren Aktionen der
Deutschlandpromenade dabei sein zu dürfen.
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Musik aus Löchern
Knapp 20 000 für
„Pack die Badehose ein“
Die
Papierrolle – ca. 10 cm breit – gerät beim drehen der Kurbel an der
Drehorgel in eine lautlose Bewegung, sie wickelt sich geräuschlos ab,
und nun rauschen die Tonmassen in ihrer reichen Fülle und
Mannigfaltigkeit und in einer wunderbar exakten technischen Ausführung
an unserem Ohre vorüber. Was uns in Erstaunen versetzt ist die
Tatsache, dass eine einfache Papierrolle in lautloser Abrollung die
schwierigsten Werke mit den schnellsten Trillern und Vorschlägen zum
Erklingen bringt. Die Musik steckt in den Löchern. Auf einer Orgel
lässt sich alles spielen, wenn nur die Zahl der Löcher passt.
Erfunden hat diesen Trick mit den durchlöcherten Papierstreifen Ende
des 19ten Jahrhunderts der Italiener Gavioli. Etwa 800 000 Löcher
müssen auf ein 100m-Band gestanzt werden. Knapp 20 000 für „Pack die
Badehose ein“.